Alles "Nano", oder was?

Wassertropfen auf hydrophobierter Chromoberfläche; Quelle: Nano-X/NanoBioNet

"Nanotechnologien" oder "Nanomaterialien" - was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Eine Frage, die Experten bis heute kontrovers diskutieren. Ob ein Material, ein Produkt oder eine Technologie als "Nano" bezeichnet werden kann, hat unter Umständen deutliche Konsequenzen, z.B. für die Beantragung von Fördergeldern oder für die interne und externe Kommunikation vor allem zu Fragen des Arbeitsschutzes, des Umweltschutzes und des Verbraucherschutzes. Weltweit lassen sich viele Definitionen finden. Der DV Nano schließt sich den folgenden an:

Die am 18. Oktober 2011 von der EU verabschiedete Definition finden Sie unter:

Der DV Nano vertritt die Aufffassung, dass eine europaweit einheitliche Definition zu begrüßen ist, jedoch finden wir diese Definition zu weitreichend, da darin angegeben ist, dass auch 50 % der in einem Material enthaltenen Teilchen größer als 100 nm sein dürfen. Somit würde z. B. der Bereich der Pigmente (farbgebende Stoffe, die im Anwendungsmedium unlöslich sind) unter diese Definition fallen. Darüber hinaus wirft die Definition viele Fragen auf, etwa zur verwendeten Messtechnik, zur Probenvorbereitung etc. Es darf bezweifelt werden, ob eine einheitliche Messmethodik existiert.

 
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