Nano am Arbeitsplatz

Nanorisiken am Arbeitsplatz minimieren. Quelle: Surface Contacts/cc-NanoBioNet e. V.

Für Nanotechnologie-Unternehmen ist das Thema Arbeitsschutz von großer Bedeutung, da Mitarbeiter am Arbeitsplatz mit Nanomaterialien in Berührung kommen können. Die Industrie und zahlreiche Institutionen haben eine Reihe von Leitfäden zum Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz vorgestellt.

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Die für Arbeitsschutz zuständige Bundesoberbehörde BAuA stellt auf ihrer Internetseite übersichtlich Informationen zum Thema Nanotechnologien am Arbeitsplatz zusammen.

Derzeit laufen Forschungsprojekte zur Exposition mit ultrafeinen Partikeln, zur Charakterisierung ultrafeiner Stäube sowie zur Optimierung der Messung von Nanopartikeln an Arbeitsplätzen.
Toxikologe Professor Thomas Gebel stellte eine dieser Untersuchungen auf einem BAuA-Workshop zu Fragen des Arbeitsschutzes an Nanotechnologie-Arbeitsplätzen vor. Der Workshop fand am 27. und 28. November 2012 in Berlin statt. Professor Gebel verglich die Resultate von Tierversuchsstudien, bei denen Ratten Mikro- oder Nanomaterialien in partikulärer Form inhalierten. Dabei zeigten sich bei gleicher chemischer Zusammensetzung und bei gleicher Expositionsdauer gleiche Effekten mit einer geringfügig erhöhten Wirksamkeit von Nanopartikeln.
Die Krankheitsrisiken, die durch das Einatmen von Nanopartikeln entstünden, lägen danach auf dem gleichen Niveau wie bei der Feinstaubbelastung etwa durch Dieselpartikel.

Gemeinsam mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) veröffentlichte die BAuA einen Leitfaden für den sicheren Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz. Darin werden die Daten einer Umfrage des VCI bei Mitgliedsunternehmen ausgewertet.

BASF Leitfaden
Die BASF hat einen „Leitfaden zur sicheren Herstellung und bei Tätigkeiten mit Nanopartikeln an Arbeitsplätzen in der BASF SE“ veröffentlicht. Wichtigster Aspekt ist die Herstellung der Nanomaterialien in geschlossenen Systemen. Sofern sich der Kontakt mit Nanomaterialien nicht vermeiden lässt, werden persönliche Schutzausrüstung und technische sowie organisatorische Maßnahmen zur Expositionsminimierung festgelegt. Weiter Information finden Sie in dem Dokument.

Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (BGIA)
Das BGIA veröffentlichte einen Beitrag zur Bewertung von Atemschutztechnik am Arbeitsplatz. Dabei  wurden neben Mikro- und Feinstäuben auch Ultra-Feinstäube erfasst. Danach lassen sich über 99 % der feinen und ultrafeinen Partikel durch geeignete Filter abhalten, wenn eine Exposition am Arbeitsplatz nicht vermieden werden kann.

Lack- und Farbbranche
Das Öko-Institut hat 2009 für das Hessische Wirtschaftsministerium einen Leitfaden für den Umgang mit Nanomaterialien in der Farb- und Lackindustrie erstellt. Hierin werden Handlungsempfehlungen zum Arbeits- und Umweltschutz, zur Lagerung sowie zur Kommunikation gegeben.

 
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