11.10.2012

Nano: Ausgezeichnet - Deutscher Verband Nanotechnologie und NanoBioNet würdigen Wissenschaftler und Journalisten mit Preisen

Der Journalistenpreis "Gedankenstrich" 2012 ging an Dino Trescher (2. v. l.), Aitziber Romero (3. v. l.) und Christian Meier (4. v. l.). Überreicht wurde die Auszeichnung von Dr. Susanne Reichrath, Beauftragte der Ministerpräsidentin des Saarlandes für Hochschulen, Wissenschaft und Technologie (links), und von Dr. Ralph Nonninger, Präsident des Deutschen Verbandes Nanotechnologie (rechts). Quelle: Deutscher Verband Nanotechnologie

Saarbrücken, 11. Oktober 2012

Um die Schönheit des Nanokosmos sichtbar zu machen und die Arbeit von Journalisten zu würdigen, die einen sachliche Beitrag zur Nano-Debatte in den Medien leisten, haben der Deutsche Verband Nanotechnologie (DV Nano) und das Kompetenznetzwerk cc-NanoBioNet e. v. (NanoBioNet) Preise gestiftet.
Diese Auszeichnungen – ein Fotopreis und ein Journalistenpreis – wurden auf dem 1. Deutschen Nanotag, der Mitgliederversammlung des Verbandes, vergeben. Die Veranstaltung fand am 10. Oktober 2012 in Saarbrücken statt.

Das Unsichtbare sichtbar machen
Wie verändert Nanotechnologie unseren Alltag? Kann man Nano-Effekte sichtbar machen? Und wie arbeiten die Menschen, die diese Technologie vorantreiben?
Das NanoBioNet und der DV Nano waren auf der Suche nach Bildern, die diese Fragen beantworten können. Hier die drei Erstplatzierten in diesem Jahr:
Platz1: Roy Goldberg aus München. Er gewinnt den diesjährigen Wettbewerb mit seinem Bild „Nano-Hund“. Es zeigt dreidimensional periodisch geordnete Silica-Partikel im polarisierten Licht.
Platz 2: Der zweite Platz geht an eine Forschungsgruppe der Universität des Saarlandes, Bereich Pharmazeutische Nanotechnologie. Ihr Bild „Nano-Maiskolben“ zeigt zylinderförmige Silica-Partikel im Mikrometermaßstab, die aus Nanopartikeln aufgebaut sind.
Platz 3: Die von Dr. Volker Presser (INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien) eingereichte „Nano-Bürste“ wird mit dem dritten Preis geehrt. Auf dem Bild sind Kohlenstoff-Nanoröhrchen auf einer Aluminiumfolie zu sehen, die als hochleistungsfähige Elektrode für die Energiespeicherung dient.

Hintergrund „Nano-Momente“ 2012
Beide Institutionen haben Fotografen, Wissenschaftler und Techniker, aber auch Laien aufgefordert, Bilder zum Fotowettbewerb „Nano-Momente 2012“ einzureichen.
Gesucht wurden ästhetisch anspruchsvolle Aufnahmen, die
die Effekte der Nanotechnologie in Alltagsgegenständen sinnfällig machen.
Einblicke in die Nanowelt unter dem Mikroskop gewähren.
die Arbeitswelt der Nano-Technik und -Wissenschaft spannend inszenieren.
Der Preis wird jährlich von einer Jury, bestehend aus Wissenschaftlern, interessierten Laien und Journalisten, vergeben. Er ist mit 1.000 Euro für den ersten, 500 Euro für den zweiten und 250 Euro für den dritten Platz dotiert. Bewertet werden die Fotos nach ästhetischen Gesichtspunkten und danach, ob und wie die Wettbewerbsaufgabe gelöst wurde.

Lob der Denkpause – der „Gedankenstrich“
Einen besonderen Stellenwert besitzt der Journalistenwettbewerb „Gedankenstrich“, der vom DV Nano und dem NanoBioNet ausgelobt wurde. Denn die Berichterstattung über Wissenschaft und Technik, die unseren Alltag prägen, trägt maßgeblich zur Meinungsbildung in der Öffentlichkeit bei. Welche Ansichten den öffentlichen Diskurs prägen und letztlich in die politische Willensbildung einfließen, entscheidet auch darüber, in welche Richtung sich Wissenschaft und Technik in unserem Land entwickeln. Journalisten stehen in diesem Prozess als Vermittler von Meinung und Wissen in einer besonderen Verantwortung.
Deshalb haben die Preisstifter journalistische Texte gesucht, die

  • sauber recherchiert
  • ausgewogen und sachlich
  • wissenschaftlich anspruchsvoll
  • originell „verpackt“
  • und für Laien verständlich

über das Thema Nanotechnologie informieren. Gelungen ist dies nach Ansicht der Jury dem Autorenteam Dino Trescher, Aitziber Romero und Christian Meier mit ihrem Text „Was es bedeutet, nano zu sein“, erschienen in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ Nr. 43 vom 20. Oktober 2011. Der Text vermittle verständlich, umfassend und objektiv das Thema „Regulierung von Nanomaterialien“. Er zeige, welche wissenschaftlichen und politischen Implikationen mit der Definition von Nano verbunden sind. Der komplette Text findet sich unter www.zeit.de/2011/43/N-Nano/seite-1

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Nanoverband in Köln - Deutscher Verband Nanotechnologie e. V. gründet regionale Geschäftsstelle in Köln

Saarbrücken, 9. Februar 2012

Am 3. Februar 2012 gründeten Mitglieder des Deutschen Verbandes Nanotechnologie (DV Nano) eine Geschäftsstelle in Köln. Sie will Anlaufstelle für die regionalen Nanotechnologie-Akteure sein und die Verbandsarbeit vor Ort organisieren.
Dr. Marius Kölbel, Leiter der Kölner DV Nano-Sektion, begründet den Schritt: „Köln mit seiner Universität, seinen Forschungseinrichtungen und Nanotechnologie-Unternehmen entwickelt sich zu einem Zentrum der noch jungen Industrie in Deutschland. Für die Menschen, die in unserer Region in und mit der Nanotechnmologie arbeiten, wollen wir der erste Ansprechpartner und Interessenverteter vor Ort sein.“
Nach Angaben des Verbandes soll mit der Gründung regionaler Dependancen schnellstmöglich eine bundesweite Präsenz aufgebaut werden. Damit könnten Interessenten rasch und unkompliziert vor Ort ihre Interessen formulieren. Dr. Ralph Nonninger, Präsident des DV Nano: „Was die Nanotechnologien und -wissenschaften betrifft, so haben bestimmte Regionen in Deutschland oft auch bestimmte thematische Schwerpunkte. Gelingt es uns, diese in einem Verband zusammenzufassen, so bündeln wir die gesamte Kompetenzenvielfalt und das weite Spektrum dieser jungen Disziplinen in einer einzigen Organisationsstruktur.“
Damit würde man ein entsprechendes Gewicht in der gesamtgesellschaftlichen Debatte gewinnen. Nachdem im November in Saarbrücken der Grundstein der Verbandsarbeit gelegt wurde, entstanden in Karlsruhe und Göttingen erste regionale Geschäftsstellen. Jetzt wurde durch die Gründung einer Geschäftsstelle in Köln dieser Wachstumstrend fortgesetzt. Weitere werden in Kürze folgen.

Hintergrund
Die Nanotechnologie verbessert oder ermöglicht Produkte und Verfahren, die unseren Alltag bestimmen – von A wie Automobil bis Z wie Zahnpasta. Damit wird sie zum Wachstumsmotor in den verschiedensten Branchen. Was der noch jungen Disziplin bislang fehlte, war ein Sprachrohr für die Menschen, die in ihr arbeiten.
Mit der am 3. November in Saarbrücken vollzogenen Gründung des Deutschen Verbandes Nanotechnologie (DV Nano) wurde diese Lücke geschlossen. Und der Verband wächst schon kurz nach seiner Gründung weiter: Derzeit exisieren neben der Hauptgeschäftsstelle in Saarbrücken regionale Dependancen in Göttingen, Karlsruhe und Köln.
In der Vergangenheit haben es zahlreiche Kompetenzzentren vor allem Unternehmen und wisssenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland erlaubt, Netzwerke zu knüpfen und ihre Interessen formulieren. Der Deutsche Verband Nanotechnologie bietet jetzt vor allem den einzelnen Menschen – Technikern, Wissenschaftlern und Unternehmern – eine Interessenvertretung.

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